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Picasso

Goomalling-Camp — 05.06.2000

Gleich am Morgen begrüßt mich Picasso. Es ist ein munteres, hübsches Kätzchen. Kurz nach meinem Aufbruch nach Perth tauchte der Kater urplötzlich im Camp auf und hat es seit diesem Zeitpunkt nicht mehr verlassen. Wie ein kleiner Tiger schießt er übermütig die Bäume hinauf, nur um Augenblicke später durch die Beine der Kamele zu flitzen. Er hat vor nichts Angst, am wenigsten vor Rufus der ihn gerne jagen würde. Er ärgert ihn unaufhörlich und wenn er ihm nachstellt, um ihn zu fassen, schießt eine seiner Pfoten nach vorne, um mit den scharfen Krallen seine empfindliche Nase zu erwischen.

Obwohl wir wissen, dass Katzen in Australien der Natur enormen Schaden zufügen, hat er in Windeseile unsere Herzen erobert. Eigentlich gelten Katzen hier als Pest, denn sie fressen Echsen und seltene Vogelarten. Sie wurden vom weißen Mann eingeführt und haben sich im Laufe der Jahre zu einer echten Plage entwickelt, welche man versucht, mit allen Mitteln unter Kontrolle zu bringen. Genau aus diesem Grund können wir Picasso nicht einfach hier lassen, wenn wir unsere Reise fortsetzen. Tanja und Jo haben Melinda angerufen die sich sofort bereit erklärt Picasso mit in die Familie aufzunehmen.

Am Nachmittag räume ich unsere Ausrüstung zusammen und bereite alles für den morgigen Aufbruch vor. Tanja fährt in der Zwischenzeit nach Wundowie um Picasso bei Melinda abzugeben.

Tag: 25

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