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Es ist ein wunderbares Gefühl, wenn die Schmerzen nachlassen

Herz-Camp — 21.06.2000

Heute, am Sommeranfang in Deutschland und dem kürzesten Tag in Australien fühle ich mich wieder besser und zuversichtlich die Expedition fortsetzen zu können. Es ist ein wunderbares Gefühl, wenn die Schmerzen nachlassen und ehrlich gesagt kann ich mir kaum etwas besseres vorstellen. Auf einmal höre ich die Vögel wieder singen, den Wind durch das Geäst rauschen und die Glocken unserer Kamele verraten mir, dass sich der Zyklus unseres Lebens unverändert weiter dreht. Unser lieber Hund Rufus hat noch dazu Geburtstag, denn genau vor einem Jahr ist er in unser Leben getreten und hat sich dazu entschieden mit uns Australien zu Fuß zu durchqueren. Nach einem Frühstück, Müsli mit Kakao, nutzen Tanja und ich die Wartezeit auf die „L-Rahmen“, um an der Filmbeschriftung zu arbeiten. Jede unserer Aufnahmen wird akribisch genau mit Namen, Zeit und Szene beschriftet, bevor wir sie dann nach Deutschland senden. Am Abend kommen Jo, Tom und Petro. Sie bringen die heiß ersehnten Gepäckrahmen. Wir feiern diesen Augenblick am Campfeuer. Petro packt seine Gitarre aus und singt einige Balladen die vom australischen Buschleben erzählen. Dann, zu fortgeschrittener Stunde, sagen Petro und Tom einen äußerst lustigen, mehrteiligen und langen Reim vom Drovers Cook auf. Es ist ein Gedicht von Tom Quilty über die legendäre Viehtreiberzeit welches die Geschichte eines Buschkochs erzählt der nicht unbedingt der sauberste war. So erleben wir einen weiteren traumhaften Abend, an dem seit langem wieder einmal die Sterne funkeln die den ersehnten Wetterumschwung ankündigen.

Tag: 41

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